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Schmerzkörper

  • Autorenbild: designintention.ch
    designintention.ch
  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Der Schmerzkörper und die Kinesiologie: Wie du emotionale Altlasten durch Präsenz löst


Schmerzkörper Kinesiologie

Hast du dich schon einmal gefragt, warum dich bestimmte Situationen innerhalb von Sekunden völlig „aus der Bahn werfen“? Warum eine kleine Bemerkung deines Partners oder ein Stau auf der Autobahn eine Welle von Wut oder tiefer Traurigkeit auslöst, die gar nicht zum Anlass passt?


Eckhart Tolle nennt dieses Phänomen den „Schmerzkörper“. Das ist ein einfaches Konzept, das ich dir hier kurz vorstelle - es hat allerdings sehr grosse Tiefe. Der Schmerzkörper ist nur ein Pfeiler von Eckhart Tolles Lehre, falls dich sein Ansatz weiter interessiert, findest du unten eine Zusammenfassung.


Was ist der Schmerzkörper?


Der Schmerzkörper ist eine Ansammlung von altem, emotionalem Schmerz, den du in der Vergangenheit nicht vollständig verarbeiten konntest. Er „schläft“ in dir, bis er durch einen Auslöser im Aussen aktiviert wird. In diesem Moment übernimmt er dein Denken und Fühlen. Man kann ihn sich als ein semi-autonomes Energiefeld vorstellen – eine Art „unsichtbares Wesen“ aus negativen Emotionen, das in unserem Inneren lebt.


Dem gegenüber steht die kosmische Intelligenz, die – wie Eckhart Tolle beschreibt – deinen Körper bei jeder Verrichtung unterstützt und die natürliche Ordnung aufrechterhält. Damit diese Intelligenz ungehindert wirken kann, benötigt sie freie Bahnen.


Hier kommt die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ins Spiel: Sie liefert uns gewissermassen den Schaltplan für diese Körperintelligenz. Denn Emotionen sind keine abstrakten Wolken, sie haben eine ‚Adresse‘ in deinem Körper. Jedes Organ und jeder Meridian ist mit bestimmten Gefühlen verbunden. Wenn der Schmerzkörper aktiv ist, verursacht er ‚Kurzschlüsse‘ oder Blockaden in diesem System; der Energiefluss gerät ins Stocken und die Kommunikation innerhalb deines Schaltplans wird unterbrochen.


Die kosmische Intelligenz: Von der Natur lernen


In deinem Körper wirkt eine tiefe, natürliche Intelligenz. Die gleiche Intelligenz ist auch in Tieren vorhanden und sie kennt unmittelbare Reaktionen:


  • Ur-Wut, um sich aus einer Enge zu befreien.

  • Ur-Angst, um im Kampf-Flucht-Modus zu überleben.



Diese Reaktionen sind natürlich und unmittelbar. Ein Tier „denkt“ nicht über die Gefahr nach – es reagiert und schüttelt den Stress danach einfach ab. Wir Menschen hingegen stören diese Intelligenz oft durch unser Denken (den Verstand).


Wenn dein Denken die Intelligenz stört


Normalerweise folgt auf einen Gedanken ein Gefühl. Doch dein Körper kann nicht unterscheiden, ob eine Gefahr real ist (ein Auto, das auf dich zusteuert) oder ob sie nur gedacht ist (deine Sorgen um die Zukunft).


  • Bei realer Gefahr verbrauchst du die Energie durch Handeln.

  • Bei der fiktiven Gefahr fehlt das Ventil. Die bereitgestellte Energie geht zum Verstand und erzeugt negative Gedanken, wodurch dein Meridiansystem aus dem Gleichgewicht gerät.


Der Schmerzkörper-Trick: Wenn das Gefühl zuerst kommt


Wenn dein Schmerzkörper getriggert wird, dreht sich der Ablauf um: Zuerst ist die Emotion da. Plötzlich spürst du diesen Druck oder die Enge.


Dein Verstand versucht sofort, diesen Schmerz zu erklären. Er kramt in deiner Geschichte, sucht nach Schuldigen und bastelt eine Erzählung daraus: „Immer passiert mir das...“, „Nie hört er mir zu...“. Diese Gedanken sind für deine Körperintelligenz real und führen zu noch mehr negativen Emotionen. Ein Teufelskreis.


Dein Weg in die Freiheit: Beobachten statt Identifizieren


Bisher hat dich der Schmerzkörper ausgetrickst. Du hast gedacht, das wärst du. Aber du kannst lernen, die Emotion zu beobachten, während sie in dir aufsteigt. Wenn du sie beobachten kannst, bist du der Beobachter des Schmerzes – und nicht mehr der Schmerz selbst!


So gehst du vor:

  1. Sei mutig und fühle nur: Erlaube der Emotion, da zu sein. Akzeptiere den Moment, ohne dir zu wünschen, es wäre anders. Du kannst nichts dafür, dass sie da ist.

  2. Keine Geschichte: Fühle die Energie im Körper, aber mache keine gedankliche Geschichte daraus. Erinnerungen sind jetzt nicht mehr real. So wird Präsenz zu deiner Identität statt deiner alten Geschichte.

  3. Lass es fliessen: Die Emotion ist flüchtig, wie alles in der Welt der Formen. Sie wird wieder verschwinden. Schüttle dich ruhig einmal kräftig aus, um die Energie zu lösen.

(Funktioniert auch super bei Kids mit Wutausbrüchen...)


Wahre Gesundheit: Jenseits der Emotionen


Sind positive Emotionen besser für dich? Ja, natürlich. Aber sie hängen oft von äusseren Umständen ab und können schnell ins Gegenteil umschlagen.


Viel kraftvoller sind Seinszustände wie Liebe, Freude, Frieden oder Mitgefühl. Sie sind im „Jetzt“ immer da und haben kein Gegenteil, allerdings können sie verschleiert werden. In meiner kinesiologischen Praxis arbeiten wir daran, diesen Zugang zu deiner inneren Lebendigkeit wieder frei zu machen.


Bereit, deinen Schmerzkörper zu lösen?


Wenn du merkst, dass dich alte Muster oder emotionale Blockaden immer wieder einholen, helfe ich dir gerne dabei, die energetischen Adressen dieser Gefühle in deinem Körper zu finden. Gemeinsam bringen wir deine Meridiane wieder in Balance und stärken deine Präsenz im Hier und Jetzt.


Möchtest du die kosmische Intelligenz deines Körpers wieder voll nutzen?


Kontaktiere mich für eine kinesiologische Sitzung – ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu mehr innerer Freiheit zu begleiten!




Buchtipp: Eine neue Erde von Eckhart Tolle


Hier nun die Zusammenfassung von Tolles Ansatz. Ich empfehle allerdings das Buch zu lesen, da durch die Zusammenfassung vieles verloren geht. Dennoch, hier ein kurzer Einblick, was er neben dem Schmerzkörper sonst noch beschrieben hat:


1. Das „Jetzt“ (Die Zeitlosigkeit)

Dies ist sein Fundament. Tolle lehrt, dass die Vergangenheit (Erinnerung) und die Zukunft (Erwartung) reine Gedankenkonstrukte sind. Das Leben findet ausschliesslich im Jetzt statt. Leid entsteht fast immer dadurch, dass der Verstand vor dem jetzigen Moment in die Zukunft flüchtet (Angst) oder in der Vergangenheit verweilt (Reue/Groll).


2. Die Identifikation mit dem Verstand (Das Ego)

Das Ego ist für Tolle nicht „wer wir sind“, sondern ein Bündel aus Gedanken, Rollen und Besitztümern. Die grösste Blockade der Freiheit ist der Glaube: „Ich bin meine Gedanken.“ Erleuchtung beginnt, wenn man die Lücke zwischen dem Gedanken und dem Beobachter des Gedankens erkennt.


3. Der innere Körper (Lebendigkeit)

Um aus dem Kopfkino auszusteigen, nutzt Tolle den Körper als Anker. Der „innere Körper“ ist das feinstoffliche Spüren der Lebendigkeit in deinen Gliedmassen (kosmische Intelligenz). Wenn du deine Aufmerksamkeit in deine Hände oder Füsse lenkst, kann der Verstand nicht gleichzeitig grübeln – die Energie fliesst vom Kopf in das Sein. Bewusstes Atmen unterstützt zusätzlich.


4. Akzeptanz und Hingabe (Surrender)

Hingabe bedeutet bei Tolle nicht Schwäche, sondern die bedingungslose Annahme dessen, was ist. Wenn du gegen die Realität kämpfst („Das sollte nicht so sein“), leidest du. Erst durch die Annahme der Form des Augenblicks entsteht die Klarheit und Kraft, um – falls nötig – effektiv zu handeln.


5. Das Formlose vs. die Welt der Formen

Tolle unterscheidet zwischen der Welt der Dinge, Körper und Gedanken (Formen) und dem weiten, formlosen Raum des Bewusstseins, aus dem alles entsteht (Stille/Sein/kosmische Intelligenz). Wir verlieren uns oft in den Formen und vergessen den weiten Raum (das „Hintergrund-Bewusstsein“), der wir eigentlich sind.


6. Die Rolle der Stille

Stille ist für ihn nicht nur die Abwesenheit von Lärm, sondern die Essenz von Gott oder dem Sein. Er empfiehlt, im Alltag bewusst auf die kurzen Pausen der Stille zwischen Geräuschen oder Gedanken zu achten, um mit der eigenen Quelle in Kontakt zu kommen.

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